Die PAM-Theragnostics GmbH ist ein 2020 gegründetes Biotech-Startup, das sich der Entwicklung von Diagnoseverfahren und Therapiestrategien zur Früherkennung altersbedingter Gefäßerkrankungen, insbesondere der Alzheimer-Krankheit, widmet und wirksame Interventionen zur Verlangsamung ihres Fortschreitens anbieten möchte. Aktuell befindet sich PAM-T in der GMP-konformen Produktionsphase und plant, bis 2027 die erste klinische Studie am Menschen zu erreichen.
Bei den meisten
altersbedingten Erkrankungen ist das Gefäßsystem erheblich
beeinträchtigt. PAM-T´s Mission ist es, Strategien zu entwickeln, die
ein robustes Gefäßsystem erhalten, bevor klinische Symptome auftreten.
Der Fokus liegt dabei auf Demenz, insbesondere der Alzheimer-Krankheit,
bei der sich eine Beeinträchtigung der Blutgefäße, vor allem der
Blut-Hirn-Schranke, bereits in frühen Stadien der Erkrankung
manifestiert. Der klinische Bedarf an solchen Interventionen ist
beträchtlich: Weltweit leiden über 150 Millionen Menschen an dieser
schwächenden Erkrankung, und schätzungsweise 50 Millionen entwickeln
eine manifeste Alzheimer-Krankheit. Angesichts der Alterung der
Gesellschaft wird die Bewältigung dieses dringenden medizinischen
Bedarfs immer dringlicher.
PAM-T´s innovativer Ansatz basiert auf einer umfassenden Studie von Regionen mit einer hohen Anzahl an Hundertjährigen. Die italienische Region Cilento, die sich durch das seltene Auftreten von Herzerkrankungen wie Demenz und Schlaganfall in ihrer Bevölkerung auszeichnet, und die bemerkenswerte Anzahl an Hundertjährigen – trotz ähnlicher ungesunder Lebensgewohnheiten wie die italienische Gesamtbevölkerung – veranlassten DAs Unternehmen, bisher unbekannte Schutzfaktoren zu erforschen. Diese Faktoren spielen eine entscheidende Rolle für die Erhaltung eines gesunden Gefäßsystems und tragen somit zu einem gesunden Altern bei.
Für weitere Informationen besuchen Sie bitte www.pam-t.com .
Die Strategie der PAM-Theragnostik basiert auf einer bahnbrechenden Entdeckung: Der körpereigene Reparaturmechanismus der Blut-Hirn-Schranke wird durch verschiedene Peptidhormone wie das vasoaktive intestinale Peptid (VIP), Vasopressin oder Adrenomedullin moduliert. Deren Konzentration nimmt bereits Jahre vor Krankheitsbeginn oder mit zunehmendem Alter ab. Um ihre volle biologische Aktivität zu entfalten, durchlaufen die meisten biologisch aktiven Peptide und Peptidhormone ko- und posttranslationale Modifikationen. Eine dieser häufigen posttranslationalen Modifikationen ist die C-terminale α-Amidierung, die durch die Peptidylglycin-α-amidierende Monooxygenase (PAM) katalysiert wird, ein bifunktionelles, kupferabhängiges Enzym mit Hydroxylase- und Lyaseaktivität (Prigge et al., 2000). Aktivierte Peptidhormone fungieren unter anderem als Signalstoffe in parakrinen und endokrinen Signalwegen und schützen so das Gefäßsystem und die Integrität der Blut-Hirn-Schranke.
Dr. Andreas Bergmann