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Sepsis-Wirkstoff Adrecizumab zeigt hohe Wirksamkeit in Präklinik

06.08.2015

Sepsis-Wirkstoff Adrecizumab zeigt hohe Wirksamkeit in Präklinik Hennigsdorf, 6. August 2015 - Die Deutsche Biotech Innovativ AG ("DBI") hat die präklinischen Studien mit Adrecizumab, einem innovativen, "first-in-class" Wirkstoffkandidaten zur Behandlung von Sepsis (Blutvergiftung), erfolgreich abgeschlossen.

Hennigsdorf, 6. August 2015 - Die Deutsche Biotech Innovativ AG ("DBI") hat die präklinischen Studien mit Adrecizumab, einem innovativen, "first-in-class" Wirkstoffkandidaten zur Behandlung von Sepsis (Blutvergiftung), erfolgreich abgeschlossen. Die Ergebnisse am Tiermodell zeigten eine hohe Wirksamkeit im Hinblick auf verschiedene klinisch relevante Parameter.

Sepsis ist eine der größten Herausforderungen der Intensivmedizin. Sie führt zu schwerwiegenden Entzündungen im gesamten Körper, die zu einem Blutdruckabfall und in der Folge zu multiplem Organversagen und zum Tod führen können. Die Mortalitätsrate liegt bei rund 30 Prozent.

Während der präklinischen Studien mit Adrecizumab untersuchte die DBI insbesondere dessen Wirkung auf die Konzentration verschiedener Hormone und Eiweißverbindungen, die während einer Sepsis im Zusammenhang mit schwerwiegenden Entzündungen und der Organfunktion stehen. Zudem wurde an Tiermodellen die Entwicklung der Filterleistung der Nieren sowie des Blutdrucks unter Gabe von Adrecizumab überprüft, im Vergleich zur Kontrollgruppe, die den Wirkstoff nicht erhalten hatte.


Rückgang der Sterblichkeit unter Adrecizumab um mehr als 50 Prozent
Die Ergebnisse aus der Präklinik sind vielversprechend: Die Filterfunktion der Nieren und damit der Flüssigkeitshaushalt im Körper verbesserten sich unter Behandlung mit Adrecizumab. Ebenso stabilisierte sich der Blutdruck, während bei der Kontrollgruppe ein lebensbedrohlicher Blutdruckabfall zu beobachten war. Der Nachweis der blutdruckstabilisierenden Wirkung von Adrecizumab wurde an Ratten erbracht, bei denen künstlich eine Sepsis ausgelöst worden war. Der Blutdruck der Ratten, der aufgrund der Sepsis gefährlich abgesunken war, stabilisierte sich auch 18 Stunden nach der Gabe von Adrecizumab nahezu auf Normalwerte. Eine entsprechend geringere Gabe des blutdrucksteigernden Hormons Noradrenalin war bei den mit Adrecizumab behandelten Versuchstieren nötig.

Ebenso wurden unter Adrecizumab Schädigungen der Blutgefäße um zwei Drittel reduziert. Insbesondere verringerten sich die gefährlichen Entzündungsreaktionen dank Adrecizumab auf ein Zehntel des Wertes der Kontrollgruppe - gemessen anhand der Konzentration von IL-6-Plasma und dem Tumor-Nekrose-Faktor TNF-alpha im gesamten Körper.

Darüber hinaus bewirkte die Gabe von Adrecizumab eine deutliche Verbesserung der Nierenfunktion und des Flüssigkeitshaushalts, was einer Wiederherstellung der Organfunktion entspricht. So wurde bei septischen Schweinen unter Behandlung mit Adrecizumab eine deutliche Verbesserung der Flüssigkeitsbilanz sowie eine Verhinderung der Ödembildung erreicht.

Daraus resultierend ging die Sterblichkeit bei der mit Adrecizumab behandelten Gruppe deutlich zurück. Während hier nach sieben Tagen noch eine Überlebensrate von rund 50 Prozent bestand, lag die Sterblichkeitsrate der Kontrollgruppe zu dieser Zeit bereits bei 100 Prozent.

Unter Behandlung mit Adrecizumab konnten im Tierversuch somit alle wesentlichen Symptome einer schweren Sepsis nachweislich gemindert werden.


Stabilisieren statt blockieren
Adrecizumab ist ein humanisierter Antikörper, der spezifisch das körpereigene Peptidhormon Adrenomedullin (ADM) bindet. Dabei wird dessen Bioaktivität nicht völlig blockiert, sondern lediglich auf ein gesundheitsförderliches Maß gehemmt. Damit ist Adrecizumab der erste Wirkstoff, der bei einer schweren Sepsis den gesamten Organismus stabilisiert. Der Überschuss an ADM bei einer Sepsis führt zu einer überschießenden Gefäßerweiterung, die wiederum eine verminderte Durchblutung und damit einen gefährlichen Blutdruckabfall zur Folge hat. Werden die Organe nicht ausreichend durchblutet, kommt es schließlich zum multiplen Organversagen oder septischen Schock, der allein in Deutschland in über 60.000 Fällen pro Jahr tödlich verläuft.

Adrecizumab soll zur ursächlichen und sicheren Behandlung von Sepsis-Patienten eingesetzt werden. Nach dem sehr erfolgreichen Verlauf und den vielversprechenden Ergebnissen der präklinischen Studien, bereitet die DBI derzeit die klinische Phase-I-Studie vor, die voraussichtlich Ende 2015 starten wird.

Die DBI wird die Ergebnisse aus der Präklinik mit Adrecizumab im September auf den MEMC - GREAT 2015 Joint Congresses in Rom sowie im Oktober auf der ESICM LIVES 2015 in Berlin vorstellen.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:

Deutsche Biotech Innovativ AG
Frau Susanne Wallace
Tel.: +49 (0)3302 20 77 811
E-Mail: s.wallace@dbi-ag.de

Kirchhoff Consult AG
Frau Anja Ben Lekahl
Tel.: +49 (0)40 609 186 55
E-Mail: anja.benlekhal@kirchhoff.de

veröffentlicht unter:
http://www.dgap.de/dgap/News/corporate/deutsche-biotech-innovativ-sepsiswirkstoff-adrecizumab-zeigt-hohe-wirksamkeit-praeklinik/?newsID=891875&companyID=363635