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Sepsis-Medikament der Adrenomed AG erweist sich als sicher und sehr gut verträglich. Zusätzliche Phase-II Studie in Akuter Herzinsuffizienz geplant

08.03.2017

Phase-I Studie belegt hervorragende Verträglichkeit und Sicherheit von Adrecizumab - Startschuss für Phase-II Studie bei Patienten mit Septischem Schock gefallen. Adrenomed AG sieht großes therapeutisches Potential für die gefäßschützende Wirkung von Adrecizumab und plant weitere Phase-II Studie bei Akuter Herzinsuffizienz.

Deutsche Biotech Innovativ AG: Sepsis-Medikament der Adrenomed AG erweist sich als sicher und sehr gut verträglich. Zusätzliche Phase-II Studie in Akuter Herzinsuffizienz geplant

  • Phase-I Studie an gesunden Probanden belegt hervorragende Verträglichkeit und Sicherheit von Adrecizumab
  • Startschuss für Klinische Phase-II Studie bei Patienten mit Septischem Schock gefallen. Ein lebensbedrohlicher   Kreislaufzusammenbruch, der auf eine entzündungs­bedingte Schädigung der Blutgefäße zurückzuführen ist
  • Adrenomed AG sieht großes therapeutisches Potential für die gefäßschützende Wirkung von Adrecizumab und plant weitere Phase-II Studie bei Akuter Herzinsuffizienz


Hennigsdorf. Die Adrenomed AG, an der die DBI AG mit rund 24% beteiligt ist, gab heute den erfolg­reichen Abschluss einer klinischen Phase I Studie am Menschen bekannt, die die Sicherheit und exzellente Verträglichkeit ihres Wirkstoffkandidaten Adrecizumab belegt (Pressemitteilung).

Der therapeutische Antikörper Adrecizumab wurde entwickelt, um das körpereigene Hormon Adrenomedullin dabei zu unterstützen, die Integrität der Gefäßwände sicherzustellen und „dicht“ zu halten. In der nun folgenden Klinischen Phase-II Studie wird die Wirkung von Adrecizumab zum ersten Mal an Patienten im septischen Schock überprüft.   Septischer Schock ist ein akuter Kreis­laufzusammenbruch, der auf eine entzündungsbedingte Schädigung der Blutgefäße zurückzuführen ist. Obwohl ein septischer Schock in bis zu 80% der Fälle zum Tode führt, existiert bislang noch kein Medikament, dass in der Lage ist, dem entzündungsbedingten Verlust der Gefäßintegrität entgegenzuwirken.

Im Tiermodell konnte Adrecizumab die Durchlässigkeit der Blutgefäße bereits erfolgreich verringern und die Sterblichkeit um 50% reduzieren. Die Auswertung der nun beendeten Studie am Menschen zeigt: Adrecizumab ruft nicht nur im Tier, sondern auch im Menschen eine Erhöhung des Adrenomedullin-Spiegels im Blut hervor, was sich wiederum positiv auf die Dichtheit der Gefäßwände auswirkt. Gleichzeitig sorgt Adrecizumab dafür, dass Adrenomedullin seine gefäßerweiternde, schockauslösende Wirkung nicht ausüben kann.

 „Auch andere haben sich bereits an einer therapeutischen Erhöhung des Adrenomedullin-Spiegels versucht; scheiterten aber an der schockauslösenden Nebenwirkung. Erst Adrecizumab ist in der Lage, diesen Spagat erfolgreich zu meistern“, so Dr. Andreas Bergmann, Gründer und Wissen­schaftlicher Vorstand der Adrenomed AG.

Für Dr. Bergmann bilden die Ergebnisse der Phase-I einen entscheidenden Meilenstein auf dem Weg zur Zulassung. „Die völlige Abwesenheit von Unverträglichkeiten und Nebenwirkungen sowie die Tatsache, dass der Wirkmechanismus von Adrecizumab auch im Menschen bestätigt werden konnte, stimmen uns sehr zuversichtlich für die nun beginnende Phase-II Studie bei Patienten mit septischem Schock.“  

Aber nicht nur eine aus dem Ruder gelaufene Entzündungsreaktion kann zu einer „Undichtigkeit“ der Gefäße führen. Bei einer ganzen Reihe von Erkrankungen spielt der Austritt von Flüssigkeit in das umliegende Gewebe eine entscheidende Rolle. Dr. Andreas Bergmann ist sich sicher „der einzigartige Wirkmechanismus von Adrecizumab wird auch hier von großem Nutzen sein“, und gab dem DBI-Vorstand gegenüber die Planung einer weiteren Phase-II Studie in Patienten mit akut dekompensierter Herzinsuffizienz bekannt.

DBI-Vorstand Dr. Bernd Wegener zeigt sich begeistert vom hervorragenden Abschneiden des Wirkstoffkandidaten der Adrenomed AG und sieht das große therapeutische und wirtschaftliche Potential von Adrecizumab durch den erfolgreichen Abschluss der Phase-I Studie bestätigt. „Als DBI entscheiden wir sehr genau, in welche Forschungs- und Entwicklungsprojekte wir investieren“, so Dr. Wegener. „Der Wirkstoff, den die Adrenomed AG entwickelt hat, ist einfach in der Anwendung und, wie wir seit heute wissen, absolut sicher und gut verträglich. Mehr noch, er besitzt großes Potential, weit über die Behandlung des septischen Schocks hinaus.“


Hennigsdorf, den 08.03.2017

Deutsche Biotech Innovativ AG

Der Vorstand

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte

Deutsche Biotech Innovativ AG
Frau Susanne Wallace
Tel.: +49 (0)3302 20 77 811
E-Mail: s.wallace@dbi-ag.de

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